Wie Nanas Lunchbox entstand

Es war ein Schicksalsschlag, der Nannette Keller dazu bewog, Nanas Lunchbox zu gründen: Ein Angebot zur Entlastung von Familien mit einem schwerkranken Kind oder Elternteil mit genussvollen Mahlzeiten und kleinen Lichtblicken.

Eines Nachts landete die Familie von Nannette Keller auf der Kinderonkologie des Inselspitals Bern: Bei ihrem 8-jährigen Sohn wurde Leukämie diagnostiziert – das Spital wurde zum zweiten Zuhause. In den folgenden zwei Jahren verbrachten sie rund 150 Tage im Spital, das Familienleben wurde vorübergehend auseinandergerissen und Nannette Keller kündigte ihren Job als Arbeitspsychologin, um sich um ihren erkrankten Sohn und die beiden gesunden Töchter zu kümmern. Der neue Alltag war verzettelt, belastet von Sorgen und Ängsten.

In diesen Monaten reichten die Zeit und die eigenen Kräfte meist nicht mehr aus, um mehr als einen Teller Pasta zu kochen oder ein Sandwich zu verschlingen. Glücklicherweise hat die Schwiegermutter tatkräftig entlastet: Nach langen Tagen im Spital hatte sie für die Familie gekocht, was eine unglaubliche Erleichterung war. Sie haben sich hinsetzen und durchatmen können, hatten als Eltern wieder Zeit, den Töchtern zuzuhören, was sie zu erzählen hatten. Sie konnten über Alltägliches reden und sich als Familie wieder spüren. In dieser schwierigen Zeit gab ihnen eine gesunde und liebevoll zubereitete Mahlzeit neue Energie und hat die Familie zusammengehalten. Solche Momente will Nannette Keller auch Familien in ähnlichen Situationen ermöglichen.

Deshalb hat sie im November 2016 gemeinsam mit Nicole Eisenring und Beatrice Wespi den gemeinnützigen Verein Nanas Lunchbox gegründet.

Seither durften viele andere betroffene Familien die Entlastung und den Zusammenhalt eines unbeschwerten Moments am Familientisch erleben, welchen Nanas Lunchbox ermöglicht.